Eltern Kind Beratung – Blog

22.03.2020 – Dorothee Döring

Wie gelingt es uns am besten in diesen Tagen von räumlicher Enge und unterschiedlichen Bedürfnissen miteinander auszukommen?

Liebe Eltern,
mir fällt auf wie viele schöne Ideen und Empfehlungen von Erziehungshelfern und Therapeuten schon unterwegs sind. Mein Anliegen ist es, gerade in solch schwierigen Zeiten, Stresssituationen mit den Kindern vorzubeugen und sie in positives Gestalten zu verwandeln.

Gar nicht so einfach, wir sind es gewohnt, dass Kitas und Schulen einen großen Teil der Gestaltung von Förderung für die Kinder mit übernehmen, nun sind wir in fast allen Bereichen die Verantwortlichen.

Nach ein paar Tagen kann es zuhause langweilig werden, wenn es keine verfügbaren Angebote gibt, die sozialen Kontakte ausbleiben. Bei mehreren Kindern im Haushalt wollen unterschiedliche Bedürfnisse erfüllt werden. Damit das Ganze nicht in Stress und Streit ausartet, überlegen wir am besten, was sich gut anfühlt.

Im Folgenden habe ich für Sie einige Ansätze, Tipps und Ideen zur gemeinsamen Gestaltung dieser schwierigen, aber auch wertvollen Zeit gesammelt.

1. Strukturen beibehalten

Ich würde zunächst empfehlen die sonstigen Regeln etwas aufzulockern,
allerdings eine bestimmte Tagesstruktur beizubehalten: Essens-Schlafenszeiten-Hausaufgaben.

Gut wäre es sich tagsüber wie immer zu kleiden, Kinder brauchen die Normalität, die sich auch hierin ausdrückt.

2. Aufklärung und Bildung möglich machen

Kinder sind von Natur aus wissbegierig und möchten wissen was vor sich geht und warum Dinge so sind wie sie sind.

Die Logo-Nachrichten im ZDF geben beispielsweise kinder- und jugendgerechte Aufklärung und Informationen zur aktuellen Situation und vielen andren Themen.

Für den Zweck der Bildung gibt es außerdem sehr gute Online- und Lernportale wo es sich ohne sonstigen Zeitdruck und Lärm in der Schule lernen lässt. Viele der Apps und Angebote sind zwar kostenpflichtig, können aber erst einmal 30 Tage kostenlos genutzt und ausprobiert werden.

Scoyo Lernwelt
Kapiert.de
Sofa Tutor

Alle Medien können also kreativ genutzt werden.

3. Bewegung und gemeinsame Aktivitäten

Die Natur ist auch ein guter Ort für Bewegung und Erkundungen.
Vielleicht nehmen Sie sich jede Woche ein gemeinsames Thema vor, an dem Alle mitwirken können. Zum Beispiel: Umwelt-Technik – Filme - Gemeinsam Kochen.

Einen kleinen Film drehen oder ein Hörspiel zaubern, sind alles wertvolle Beschäftigungen. Sie könnten sich gegenseitig Aufgaben zu den Themen stellen und zusammentragen. Die Kleinen malen, die Großen recherchieren oder fotografieren, vielleicht entsteht ein Familienbuch.

Weil die Jüngeren ein ganz anderes Zeitgefühl haben, könnte man einen Corona-Kalender basteln und jeden Tag abstreichen. Auch ein Trampolin, Tanzen, Musik und Singen ist für den Bewegungsdrang super.

Auch das gemeinsame Spielen in der Familie lädt jetzt dazu ein neu entdeckt zu werden. Dies lässt sich auch wunderbar als Abendritual einführen. Das könnte vielleicht ein großes Familienpuzzle sein, aber auch Lego ist für die ganze Familie ideal.

4. Räume für Ruhepausen schaffen

Ruhepausen tun gut, sodass Jeder mal zur gleichen Zeit etwas Zeit in seinem Zimmer verbringt. Die Eltern können sich mit der Betreuung gegenseitig abwechseln und jeder könnte für sich ein Ritual pflegen, um die Nerven zu stärken. Das kann Yoga, Tee trinken, ein Spaziergang, Lesen, oder auch Meditieren sein.

Hierzu möchte ich noch eine Empfehlung von Michael Schulte-Markwort unterstreichen:

„Beobachten Sie Ihre Gedanken und Sorgen und kommen Sie erst zur Ruhe bevor Sie sprechen. Ängste übertragen sich schnell. Kinder dürfen in diesen Zeiten auch mal wieder bei Bedarf im elterlichen Bett schlafen.“

Wenn wir uns gegenseitig in unseren unterschiedlichen Bedürfnissen wahrnehmen und respektieren, kann ein schönes Gefühl von „WIR“ entstehen, das kostet etwas Mühe, führt aus meiner Erfahrung aber immer zu einer Gemeinsamkeit.

5. Verantwortung und Selbständigkeit unterstützen

Auch wenn Sie Ihrem Kind größere Verantwortlichkeiten übertragen, kann es sich selbständiger fühlen, es zeigt vielleicht mehr Bereitschaft mitzuhelfen.

Es darf jetzt auch mal nicht immer so sauber sein wie sonst.

6. Medienkonsum und Spiele

Der Medienkonsum darf etwas aufgelockert werden. Es gibt für jedes Alter tolle Spiele. Gemeinsam Filme aussuchen und anschauen, vielleicht als Serie, auf die man sich abends freuen kann.

Ein abwechselnder, strukturierter Alltag kann helfen den Stress raus zunehmen, und auch sein eigenes Erziehungsverhalten bewusster zu leben. Vor allen Dingen, Lachen und Tanzen Sie viel mit ihren Kindern.

Es wird nicht sofort alles gelingen, wir befinden uns in ja einer Ausnahmesituation, der sonst so eingeübte Alltag wird auf den Kopf gestellt. Aber es könnte eine Chance sein, es gemeinsam zu stemmen.

Es ist mir ein Bedürfnis Sie hierbei zu unterstützen. Ich wünsche Ihnen von Herzen eine schöne gemeinschaftliche Zeit, Meine Eltern-Kind-Beratung biete ich auch telefonisch an.

Dorothee Döring

Quellen: Susanne Mierau , Michael Schulte-Markwort

Über Mich

Während meiner langjährigen und intensiven Arbeit als Erzieherin mit Kindern, Eltern und Pädagogen entstand früh der Wunsch nach mehr psychologischem Wissen. Dieser galt insbesondere der Erfahrung über die kindlichen Prozesse.

Wie prägen äußere Einflüsse das kindliche Wesen? Wie gelingt es die Vorstellungen der Eltern mit den Bedürfnissen ihrer Kinder in Harmonie zu bringen?

Meine erlernten, psychologischen Fähigkeiten erlauben es mir, die Talente und Anlagen der Kinder präzise zu erkennen. Dies ist gleichzeitig Motivation und Antrieb meiner Beratung.

– Dorothee Döring

Kontakt

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Gerne beantworte ich Ihre Fragen und sende weitere Informationen zu meiner Eltern Kind Beratung. Lassen Sie mich in ein paar Sätzen wissen, was ich für Sie tun kann. Ich freue mich auf Sie.

Adresse

Dorothee Döring
Lütticher Straße 37
50674 Köln